WILDWECHSEL (2015)

 

WILDWECHSEL | Eine Entgrenzung auf vier Beinen (2015)

 

„Gleich kommt der Sprung. Das Licht, die Hitze. Ich bin der Nächste.“

 

Der Obergefreite Roy wird allein in einem verlassenen Dorf abgeladen. Er muss sich bewähren. Sein Auftrag darf nicht scheitern. Er ist bereit. Aber das, was er entdeckt, stellt die Klarheit seines Weltbilds in Frage und lässt seinen persönlichen und ideologischen Schutzraum in sich zusammenfallen.

 

In seiner Lesung begibt sich Valentin Moritz auf die Jagd nach Roy und seiner Geschichte, die dem Autor selbst ein Rätsel geblieben ist. Er montiert Text-, Bild- und Toneindrücke rund um die Erzählung, reißt ihre Ränder immer weiter ein, zerrt und zupft an ihrem Gefüge, denn griffig soll der Text am Ende sein – aber vor allem: übergriffig.

 

WILDWECHSEL ist ein Experiment. Eine vierbeinige, haarige Herangehensweise an einen geheimnisvollen Textkörper – und ein Versuch, übliche Formen der Textpräsentation zu überholen, um sie von ausgetretenen Wegen hinein ins Dickicht zu treiben.

 

Die erste Aufführung fand im Juli 2015 im Zuge des zwischen/wege Festivals in Freiburg stattfinden. Mehr dazu im Interview.