BAHÍA ( 2015)

 

BAHÍA | Leseperformance mit Saskia Trebing (2015)

 

Saskia Trebing und und Valentin Moritz erzählen in zwei Geschichten vom Aufbruch und Einbruch in die Ferne. Die Kurzfilme dazu stammen von Laura Trager aus Brooklyn/New York. Während die Kamera durch die amerikanische Weite streift, verweben sich die Texte ineinander - es wird zerstückelt, gesucht, gefremdelt.

 

Die "durchaus krass-verstörende" (HNA) Performance wurde im Frühjahr und Sommer 2015 in Berlin, Freiburg, Wien, Innsbruck, Kassel, Tübingen, Hildesheim und Leipzig auf die Bühne gebracht - ein "berauschender, aber auch etwas verbitterter Cocktail" (Magazin Kupferblau) ...

 

 

Amerika! Da wohnen noch die Engel in den Palmen und erst die Bergspitzen, Küstenstreifen, Bananenshakes! Und wenn wir in den Metropolen stehen und in die Weite starren, sind wir am Ende doch immer nur so zwischendrin ... Flirren so umher, brechen auf und scheitern, wollen bloß nach Haus – und da kann der eine schiefe Blick genügen, da wirfst du dich mit Irrsinnsschreien auf den Leguan, nimmst ihn aus und brätst ihn über deinem inneren Feuer. Und dann bist du das Feuer. So ist das mit der Freiheit und den Idioten. So schnell kann‘s gehen mit der Zivilisation.

 

Saskia Trebing und Valentin Moritz umkreisen in ihren beiden Texten das Motiv des Fernwehs, das ihre Protagonisten in Städte, Sümpfe und Buchten spült. Sie treiben, sie stranden.

 

 

Die Filme

 

"Song of Nature" wurde im Sommer 2013 in diversen Nationalparks in den USA (Bad Lands, Glacier NP, Yellow Stone, Olympic NP, Crater Lake, Grand Canyon, Yosemite, Arches, Zion, Bryce Canyon, Canyonlands, etc.) mit einer Bolex auf 16mm Farbnegativ-Film gedreht und im Anschluss digital geschnitten. Der Soundtrack wurde speziell für diesen Film von Mackenzie Williamson komponiert und aufgenommen. Der Film ist Teil von Laura Tragers Master-Thesis, die sich mit der Frage nach der Möglichkeit einer universellen visuellen Sprache im Film auseinandersetzt.

 

"Paradise Lost" wurde im Dezember 2012 in Costa Rica (Guanacaste) auf Super 8mm gedreht und im Anschluss digital geschnitten. Der Soundtrack besteht aus Originalaufnahmen aus Costa Rica, Soundfundstücken aus dem Netz und einem Lied der Costa-ricanischen Band Las Robertas.